Großes Interesse an der InfraTech 2016

21.01.2016 | Messesabschlussbericht

Nach drei Messetagen ist die InfraTech 2016 in der Messe Essen am 15. Januar zu Ende gegangen. Aussteller und Organisatoren ziehen ein positives Fazit der Infrastrukturmesse, die sich mit ihrer zweiten Ausgabe bereits fest in der deutschen Messelandschaft etabliert hat. Sowohl Aussteller-, als auch Besucherzahlen konnten gegenüber der Messepremiere im Januar 2014 gesteigert werden.

Das die InfraTech mitten im Zentrum des Bedarfs angesiedelt ist, hatte Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen zum Messeauftakt am 13. Januar bekräftigt, denn „Nordrhein-Westfalen ist Bauland“. Dank ihrer Vielfalt habe die Veranstaltung, die unter dem Motto „Bausteine der Erneuerung“ stand, das Zeug zur deutschen Leitmesse für Infrastruktur, so Minister Groschek.

Die InfraTech fand im Verbund mit den Messen acqua alta, DCONex und DEUBAUKOM statt. Die InfraTech 2016 zählte 6167 Besucher und damit mehr als vor zwei Jahren. Die InfraTech selbst konnte die Zahl der registrierten Besucher um 20 Prozent steigern, auch der Anteil der deutschen Messebesucher erhöhte sich um 30 Prozent. Die meisten Gäste kamen aus Nordrhein-Westfalen, manche auch aus den angrenzenden Bundesländern und den Niederlanden. Tomas Zelic von Zeppelin Rental berichtete etwa von Gesprächen mit Besuchern aus Hessen und Niedersachsen. Beeindruckt zeigte er sich von der Besucherqualität, er habe ausschließlich Fachgespräche geführt. Diese Einschätzung teilt der Messeveranstalter Ahoy Rotterdam. Er berichtet, dass der Anteil der Entscheider in diesem Jahr um 30 Prozent höher lag als 2014, schon damals war ein sehr guter Wert erreicht worden.

Bernd Bathke von ACO Tiefbau freute sich über großen Andrang, der am ersten Messetag bereits um kurz nach 9:00 Uhr einsetzte. Unternehmen wie Amianit, Heitkamp, Mall Umwelttechnik oder Denso hatten gezielt Kunden eingeladen und nutzten die Messe zu Gesprächen über Neuheiten und künftige Projekte.

Die Firma Aibotix, die mit der Möglichkeit, Drohnen im Hochwasserschutz einzusetzen, stieß bei kommunalen Vertretern auf großes Interesse. Erstmals dabei war auch die österreichische UBC GmbH. Geschäftsführer Joachim Lorenz sah in der InfraTech die geeignete Plattform, um die Schwerlastrinne Splitdrainin Deutschland bekannt zu machen. Beide Firmen hatten sich auch für den erstmals verliehenen InfraTech-Innovationspreis beworben. Nominiert waren schließlich Wacker Neuson SE, die Langmatz GmbH und die Reinert-Ritz GmbH. Sie hatte ein kompaktes System zum Molchen von Rohrleitungen eingereicht, das keine teuren Einbauschächte benötigt – die sogenannte Quick Pig-Station. „Schwein gehabt“, kommentierte Minister Groschek, als er die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung an die Unternehmensvertreter Bernd Damkowski und Günter Storcks überreichte.

Die InfraTech wartete mit vielen weiteren Highlights auf – sei es das NRW-Niederlande Forum zu grenzüberschreitenden Kooperationen und Chancen im Infrastrukturbereich, der Tag der Hochschulen, zu dem weit mehr Studenten als angemeldet erschienen oder die Sonderschau Öffentlicher Raum. Als Publikumsmagneten erwiesen sich die Vortragsveranstaltungen, die von den Experten des IKT-Instituts für Unterirdische Infrastruktur, dem Kirschbaum Verlag und PP-Publico Publications gestaltet wurden. Beim Thema „White Topping“ platze das Auditorium aus allen Nähten, über 150 Besucher hatten sich eingefunden.

Die Zufriedenheit der Aussteller mit dem Verlauf der InfraTech 2016 zeigt sich auch daran, dass die ersten Unternehmen bereits jetzt ihren Stand für die Messeausgabe 2018 gebucht haben. Die dritte Ausgabe der InfraTech wird von Dienstag, 9. bis Donnerstag, 11. Januar 2018 erneut in der Messe Essen stattfinden.