Die Technisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift mit Buchprogramm
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Wissen für das Wasserfach

Aktuelle Nachrichten
22.01.2014 | Bundesamt für Naturschutz

Verschärfung der Hochwassergefahr ist zu einem großen Teil vom Menschen gemacht

Nach Ansicht der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, ist das Ausmaß der in der letzten Zeit eingetretenen Hochwasserkatastrophen zu einem beträchtlichen Teil auch die Folge menschlichen Handelns. Neben dem Klimawandel tragen Gewässerbegradigungen und der Verlust ursprünglich durchströmter Auen wesentlich zur Verschärfung der Hochwassergefahr bei. Anlässlich eines Vortrages im Deutschen Museum München warb die BfN-Präsidentin daher für einen verstärkten vorsorgenden Hochwasserschutz. Dazu sei es notwendig, Deiche rück zu verlegen, um Raum für die notwendige Renaturierung begradigter Fließgewässer und Flussauen zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Vortrages stand die Frage nach dem Einfluss des Menschen auf das Naturereignis „Hochwasser“ und die Vermeidung künftiger Schäden. „Dazu besteht in den Bereichen Gewässerrenaturierung, Rückgewinnung von Auen und angepasste Landnutzung großer Handlungsbedarf,“ erklärte Beate Jessel.
21.01.2014 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Erfolgreiche Renaturierung von Gewässern: Das biologische Umfeld ist entscheidend

Aufwändige Renaturierungsmaßnahmen sollen die biologische Vielfalt zurück in Bäche und Flüsse holen. Doch der Erfolg ist nicht garantiert. Woran liegt’s? Gewässerökologen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) haben 18 Gewässerrenaturierungen untersucht. Sie konnten belegen, dass Fischarten meist dort wieder einwandern, wo schon das biologische Umfeld Vielfalt bietet. Wie das Artenspektrum in der Umgebung aussieht, gehört zu den wichtigsten Faktoren für Wiederansiedlung und sollte daher schon bei der Planung von Renaturierungen berücksichtigt werden. Die Studie ist im Januar 2014 im Fachmagazin PlosOne erschienen.
09.12.2013 | Technische Universität Wien

Klimawandel beeinflusst Wasserkreislauf

Ob die Klimaerwärmung zu mehr Verdunstung und mehr Niederschlag führt, wurde in den letzten Jahren heiß diskutiert. Eine Studie mit TU Wien-Beteiligung untersuchte diesen Effekt nun mit Satellitendaten.
Startschuss für die Vergabe des William-Lindley-Stipendiums 2014
03.12.2013 | Hamburg Wasser

Startschuss für die Vergabe des William-Lindley-Stipendiums 2014

Hamburg Wasser startet die Bewerbungsphase für das William-Lindley-Stipendium 2014 Das Stipendium ist mit insgesamt 15.000,- Euro dotiert und wird an drei Stipendiaten vergeben. Der erste Preis (12.000,- Euro) sieht eine monatliche Förderung von 500,- Euro vor, die über eine Laufzeit von zwei Jahren ausbezahlt werden. Der zweite Platz und dritte Platz sind mit Einmalzahlungen in Höhe von 2.000,- Euro bzw. 1.000,- Euro dotiert. Gefördert werden Forschungsvorhaben mit einem interdisziplinären Ansatz, die sich um eine Verbesserung der urbanen Wasserinfrastruktur bemühen. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2014.
Steter Tropfen höhlt den Stein
29.11.2013 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

Steter Tropfen höhlt den Stein

Was genau an der Grenzschicht zwischen Tropfen und Stein geschieht untersuchen Bremer Forscher parallel in Experiment und Computersimulation auf molekularer Ebene. Wissenschaftler der Rice University, Texas, und des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen haben einen Weg gefunden, die Prozesse, die bei der Auflösung kristalliner Strukturen im Wasser ablaufen, um ein Vielfaches präziser beschreiben und vorhersagen zu können als bisher möglich. Ihre Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift The Journal of Physical Chemistry erschienen.
Bundesanstalt für Gewässerkunde
22.10.2013 | Ufer der Tide-Elbe: Weniger Technik, mehr Natur?

Bundesanstalt für Gewässerkunde

Seit Jahrzehnten prägen Steinschüttungen viele Uferabschnitte an der Tide-Elbe. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „ElbService“ erarbeitet Grundlagen für naturnähere Elbufer. Um die Ansichten der Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen, startet in den nächsten Wochen eine wissenschaftliche Umfrage in Form einer Fragebogenaktion unter der Bevölkerung von Geesthacht bis Cuxhaven.
Massive Veränderungen im Ökosystem der Donau
23.09.2013 | TU München

Massive Veränderungen im Ökosystem der Donau

Sie sind Gewinner der Globalisierung: Tier- und Pflanzenarten, die sich neue Lebensräume erschließen. Zu den bekannteren Neuzugängen zählt eine Pflanze – die beifußblättrige Ambrosia, die bei vielen Menschen Allergien auslöst. Auch Flussregionen verändern sich; vor allem mit dem Schiffsverkehr werden nicht-heimische Tierarten eingeschleppt. In der Donau haben Wissenschaftler beobachtet, wie eine Fischart innerhalb kürzester Zeit einen neuen Lebensraum erobert und ein neuartiges Ökosystem entsteht.
Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Bergparks Wilhelmshöhe vorgelegt
02.09.2013 | Universität Kassel

Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Bergparks Wilhelmshöhe vorgelegt

Wissenschaftler der Universität Kassel haben am Montag eine umfangreiche Machbarkeitsstudie zur nachhaltigen Entwicklung des Weltkulturerbes Bergpark Wilhelmshöhe vorgestellt.
Trinkwasser und Sanitärversorgung für alle
30.08.2013 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Trinkwasser und Sanitärversorgung für alle

Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für weitere vier Jahre als WHO-Kollaborationszentrum für Wassermanagement und Risikokommunikation zur Förderung der Gesundheit benannt worden. Damit wird im Internationalen Jahr der Wasserkooperation die mehr als zwölfjährige erfolgreiche Zusammenarbeit des Instituts mit der WHO weitergeführt.
Stabiles Sommerhoch an der Hochschule Rottenburg
14.08.2013 | Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR)

Stabiles Sommerhoch an der Hochschule Rottenburg

Die Wochen vor der Sommerpause waren für die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) von einer ganzen Reihe guter, sehr erfreulicher Nachrichten geprägt. Diese betreffen wichtige Personalentscheidungen und –entwicklungen ebenso wie die Studienangebote und die Forschungsaktivitäten der Hochschule. Die HFR geht gut gerüstet in das neue akademische Jahr.
Wie breit ist der F(l)ussabdruck?
26.07.2013 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Wie breit ist der F(l)ussabdruck?

Für uns Menschen endet ein Fluss in seiner Ausbreitung dort, wo Wasser in Land übergeht – an der Uferkante. Ein internationales Team von Ökologen, darunter auch Prof. Klement Tockner vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, hat nun in einer in „The Ecological Society of America“ veröffentlichten Studie eine andere Definition der Gewässergrenze dargelegt – die aus Sicht einer Libelle oder eines Froschs weitaus plausibler sein dürfte. Bild: M.Klüber, wikipedia.de
Noch mehr Stress für den Kabeljau?
17.04.2013 | Forschungsprojekt zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den begehrten Speisefisch

Noch mehr Stress für den Kabeljau?

Seit wenigen Jahren wissen Forscher, dass der Kabeljau die Flucht Richtung Arktis ergreift, wenn ihm das Wasser in seinem angestammten Lebensraum zu warm wird. Die Schwärme aus dem Atlantischen Ozean zum Beispiel ziehen im Sommer inzwischen bis nach Spitzbergen und dringen dort in das Revier des Polardorsches ein. Biologen des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, wollen in den kommenden zweieinhalb Jahren gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Kiel, Bremen, Düsseldorf und Münster herausfinden, welche Folgen diese klimabedingte Wanderung für den Bestand beider Speisefischarten hat, wie die Fische auf das wärmer und saurer werdende Wasser reagieren und in welchen Lebensstadien ihnen die Veränderungen am gefährlichsten werden. Die ersten Untersuchungen laufen bereits als Teil des gemeinsamen Großprojektes BIOACID. Im Fokus steht dabei der Fischnachwuchs.